Kulturradeln der Elbe entlang - Teil V

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Kulturradeln an der Elbe Teil V - Gedicht

(09.07.2009)

Kulturradeln an der Elbe

Im Riesengebirge, im tschechischen Nachbarland
entspringt ein Fluss, dort Labe genannt.
Bis sich die Elbe bei Cuxhaven ins Meer ergießt,
sie durch manch reizvolle Lande fließt.
„Prager Reisen“ hat ein Programm erfunden,
diesen Flusslauf mit dem Rad zu erkunden.
Fünf Jahre hintereinand, jedes Mal ein Stück,
legten die Entdecker per Rad zurück.
„Kulturradeln“ nennt sich dieser Trip
mit Reiseleiter Heinrich Vierlinger, ein echt starker Typ.
Man radelt durch Dorf, Stadt und Natur,
tankt viel frische Luft und noch mehr Kultur.
Von „Heinrich“ darüber gut informiert,
wird so manches Kultursahnestück visitiert.
Über Geografie und Geschichte gibt´s viel Information,
gemütlich im Bus, meist im Vorfeld schon.
Der Mix aus Sport und Kultur ist sehr ausgewogen
Und stets mit viel Freude und Spaß durchzogen.
Manchmal wird gesungen und oft herzhaft gelacht
von früh am Morgen bis oft spät in die Nacht.
Transport und Hotels sind immer toll,
das Radeln ist sportlich und anspruchsvoll.
Wenn die Wadeln dann zittern und der Rücken schon sticht,
kommt stets wie durch Wunder der Bus in Sicht.
Fleißig wird von den Teilnehmern fotografiert,
viel Schönes so eingefangen und dokumentiert.
Ein Schelm namens Josef ist besonders schlau
und zaubert daraus eine bunte Wochenschau.
Es ist immer ein schönes Beisammensein
Und „Prager Reisen“ lädt alle ein:
Ein neuer Fluss – ein neues Glück –
die Donau entlang wieder Stück für Stück.

Kulturradeln der Eble entlang - Teil V - Bericht II

(09.07.2009)

Der „Familien – Ausflug“ an die Elbe war wieder wunderschön! Wir haben die Gegend nicht nur durchradelt, sondern Dank Herrn Vierlinger auch richtig Kennengelernt. Auch unser Fahrer Otto hat sehr zum gelingen der Reise beigetragen. Wir bedanken uns ganz herzlich und freuen uns auf die nächste Reise mit PRAGER.

Kulturradeln der Elbe entlang - Teil V

Finale beim Kulturradeln an der Elbe

Die Elbe (tschechisch Labe), ist mit einer Länge von etwa 1 170 Kilometern einer der längsten Flüsse Mitteleuropas. Ihre Quellbäche entspringen im Riesengebirge im Nordosten der Tschechischen Republik.  

Nach 1150 km auf dem Fahrrad verteilt auf 5 Jahre endeten die Radtouren von Prager-Reisen und Kulturkreis Freyung-Grafenau auf dem Elbradweg von der Quelle im Riesengebirge bis zur Mündung in die Nordsee in Cuxhaven.

Als Höhepunkt, sowohl was den Erlebniswert als auch die Höhenlage betrifft, hatte sich der Organisator und Leiter dieses fünfjährigen Kulturradelns Heinrich Vierlinger den Abschnitt von der Elbquelle im Riesengebirge (Krkonoše) bis zum Startpunkt vor 5 Jahren in Kolin vorgenommen.

Bevor man in diesem Jahr allerdings in die Pedale treten konnte, standen zwei äußerst beeindruckende Wanderungen nämlich zur Schneekoppe (1602 m) und zum Elbursprung (1383 m siehe auch Foto) auf dem Programm.

Klimatisch gesehen ist das Riesengebirge wie eine arktische Insel inmitten der mitteleuropäischen Landschaft. So ist der gesamte Kammbereich großflächig von einem dichten Latschenkiefernbestand bedeckt, es gibt eine Reihe von Pflanzenvorkommen Nordeuropas und es finden sich zahlreiche Steinblockmeere wie auch im Bayerischen - und Böhmerwald.  Die Quelle selbst ist wie auch z.B. die Moldauquelle gefasst in einem Ring. Die Wappen der größeren Städte am Fluss bzw.Strom an einer Wand aufgestellt verdeutlichen ihren Lauf bis zur Nordsee. Sommer- und Wintertourismus bilden heute das wirtschaftliche Rückrat der Gegend.

 

Waren es zunächst Naturerlebnisse, kamen nun im weiteren Verlauf der Tour zu den herrlichen Flusslandschaften der noch jungen Elbe interessante und geschichtsträchtige Orte hinzu. Die kleine Stadt Hostinne (Arnau) z.b., ist der Geburtsort  Wallensteins. Mit seinen „Arnauer Riesen“ am Rathaus -2 überlebensgroßen Männergestalten, die die Macht der Zünfte verdeutlichen sollten- stellen sie einen Blickfang für jedermann dar.

Ein absoluter kulturhistorischer und künstlerischer Leckerbissen war dann die Besichtigung des Hospitals Kuks (Kukus). Hier hatte sich die reiche böhmische Grafendynastie Sporck in der Barockzeit mit einer „Wellnessanlage auf Weltniveau“ nach heutigem Sprachgebrauch ein Gegenstück zum damals schon berühmten Karlsbad geschaffen, das seinesgleichen suchte. Vor allem die überlebensgroßen allegorischen Gestalten der Tugenden in höchster künstlerischer Qualität von Matthias Bernhard Braun aus Tirol beeindruckten die Gruppe.

 

Die alte Festungstadt Königgrätz (Hradec Kralove),heutige Hauptstadt des Verwaltungskreises Ostböhmen sowie Pardubitz (Pardubice), Zentrum der gleichnamigen Region waren weitere Programmpunkte auf der Radreise. Beide Städte gehören mit ihren jeweils ca.90 000 Einwohnern zu den sehenswertesten Zentren des gesamten Landes in denen es die Bürger verstanden haben, die alten teils aus dem Mittelalter stammenden Stadtkerne zu erhalten und heute fein herausgeputzt zu präsentieren.

Nur wenige Kilometer nördlich von Königgrätz liegt auch das Gebiet des Schlachtfeldes des deutschen Krieges von 1866 bei dem es zwischen Preußen und Österreich um die Vorherrschaft in Deutschland ging. Die Donaumonarchie musste damals ihre Großmachträume endgültig begraben, sie verlor diesen Krieg gegen das strategisch und waffentechnisch überlegene Königreich Preußen unter seinem genialen Feldherrn von Moltke.

Den krönenden Abschluss der Tour bildete schließlich die Besichtigung des vermutlich ältesten europäischen Pferdegestüts in Kladrub (Kladruby), sowie die Besichtigung der Stadt Kuttenberg (Kutna Hora-Weltkulturerbe) mit seinen außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten –der Barbarakirche und dem Beinhaus in Sedlec.

Die fünfteilige Elberadtour war mit durchschnittlich 26 Teilnehmern gut gebucht und zur großen Zufriedenheit aller abgelaufen. Vor dem Hintergrund dieses großen Interesses gab Heinrich Vierlinger seine weiteren Pläne bekannt. Im Jahre 2010 wird das beliebte Kulturradeln mit der der oberen Donau fortgesetzt.